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Was versteht man unter systemischer Begleitung?

Der Begriff "systemisch" bezieht sich, logisch, auf Systeme. Systemiker interessieren sich in erster Linie für Zusammenhänge, Wechselbeziehungen, Kommunikationen, Beziehungen. Probleme verstehen wir aus systemischer Sicht nicht, wenn wir unsere Aufmerksamkeit statisch auf die Gegenstände oder die Menschen, die Paare, die Familien, die Teams oder die Organisationen usw. richten, sondern auf die Beziehungen in diesen und zwischen diesen Systemen. Die Frage lautet nicht: "Wie ist ein System?", sondern "Wie funktioniert ein System?". Oder weniger technisch: "Wie lauten die Spielregeln?" Auch die Spielregeln sind nach systemischem Verständnis nicht feststehend, sondern unterliegen Prozessen und Veränderungen.

Zur Veranschaulichung der systemischen Arbeit wird gern das Bild eines Mobiles gewählt:
Wenn man an einer Stelle eine Veränderung vornimmt, verändert sich gleichzeitig auch viel an den anderen Punkten des Mobiles - vielleicht nur schwach an der einen Stelle, dramatisch stark aber an einer anderen. Fast alle Bereiche, in denen Menschen mit Menschen leben oder arbeiten, lassen sich als solche „Mobiles“ sehen. Das gilt für gewohnte „Systeme“ unserer sozialen Welt, seien es Familien, Arbeitsteams und Organisationen. Es geht darum, mit den Betroffenen Lösungen zu suchen und zu finden. In all diesen Feldern hat systemisches Denken Einzug gehalten und breite Anerkennung gewonnen.
Um beim Bild des Mobiles zu bleiben – Probleme in Beziehungen entstehen dann, wenn sich das Mobile „festhakt“, wenn das System an einer Stelle erstarrt. Dann ist es die Aufgabe des Begleiters, das Ganze wieder in eine fließende Bewegung zu bringen, statt zu versuchen, lediglich einen Teil zu „reparieren“. (Diese Beschreibung ist einem Text der „Systemischen Gesellschaft“ entlehnt.)
Ich sehe mich bewusst als Begleiterin und nicht als Beraterin oder Therapeutin. Das bekannte Sprichwort: „Ratschläge sind auch Schläge“ möchte ich nicht leben und als Therapeutin habe ich keine Zulassung. Mein Angebot besteht in einer Begleitung. Das heißt zunächst, dass ich Sie da abhole, wo Sie gerade sind und ihre Situation mit Ihren Fragen versuche zu verstehen. Gemeinsam erarbeiten wir daraus einen Auftrag. Dabei schauen wir nicht nur auf das, was in einem Menschen vorgeht, sondern vor allem darauf, was zwischen den Menschen geschieht, wie sie miteinander umgehen, wer wann auf wen wie reagiert, wie sie sich aufeinander beziehen und ihre Beziehung zueinander gestalten. Sie betrachten die Regeln und Muster, die sich im Laufe der Zeit im Zusammenleben eines Paares, einer Familie oder Arbeitsgruppe herausgebildet haben, und überlegen gemeinsam, ob diese noch nützlich und hilfreich sind.

Hier noch einige wichtige Grundüberzeugungen in der systemischen Begleitung:

Ich übe keinen Druck aus. Wenn jemand zu irgendetwas (heute) nicht bereit ist zu verändern, verdient dies uneingeschränkte Achtung und wird nicht bewertet. Ich habe großen Respekt vor dem Geheimnis jedes Menschen. Ich glaube, dass in jedem Menschen „die Lösung/Antwort“ auf seine Fragen/Probleme angelegt ist. Ich helfe in der Begleitung lediglich die bereits mitgebrachten Möglichkeiten und Ressourcen zu entdecken, d.h. wir richten unser Hauptaugenmerk auf die Stärken und Fähigkeiten, die ein Mensch besitzt, und weniger auf seine Defizite oder Schwächen.

Ich gehe davon aus, dass Menschen nicht bestimmte „feste“ Eigenschaften haben, sondern dass sie, abhängig vom jeweiligen Gegenüber, mal eher diese und mal eher jene Verhaltensweisen zeigen. Nähere Beschreibung dazu auch in dem Persolog-Persönlichkeitsmodell.

Menschen erleben die Wirklichkeit sehr unterschiedlich, nämlich aus ihrer jeweiligen Perspektive, mit ihren Augen und ihren Gefühlen. Das heißt, in unseren Gesprächen kann es keine „objektive Wahrheit“ oder „Wirklichkeit“ geben, sondern nur subjektive Sichtweisen und Wahrnehmungen. Jede einzelne subjektive Sichtweise verdient den gleichen Respekt und hat die gleiche Wichtigkeit.